Liebe LeserInnen,

 

die Corona-Krise schmeißt gerade unseren gewohnten Alltag um. So auch meinen als Autorin. Das Homeoffice ist jetzt mein neuer Arbeitsplatz; ideal, wenn man ohnehin schreibt? Nicht ganz, denn meine Zeit zum Schreiben war zuvor zu 90 Prozent auf das Bahnfahren - zu meiner täglichen Arbeitstelle - konzentriert. Und einmal ans Haus gefesselt, fallen einem immer 1000 andere Dinge ein, die man vorher erledigen könnte/müsste/sollte ... Kurz: Das Schreiben braucht aktuell einen neuen Raum. Ich suche noch, und theoretisch sollte sich bald eine Alternative finden, denn im Prinzip ist ja mehr Zeit da ;) 

 

Wenn auch ... Merkwürdig fühlt es sich gerade an, meine eigenen Zeilen zu lesen; wenn´s weiter nichts ist. Es gibt Menschen, die stehen gerade existenziell vor dem Abgrund; andere kämpfen gegen das Virus oder darum Leben zu retten, beziehungsweise Vorsorge zu leisten, dass niemand (der besonders gefährdet ist) sich ansteckt. Menschen, die mit anpacken wo es nur geht. Nicht zu vergessen die Menschen, die ohnehin schon kein Dach über dem Kopf haben oder in ihren Ländern nicht die Unterstützung finden, die für uns selbstverständlich ist (...). Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich weiter darüber nachdenke. Schreiben ist darüber hinaus gerade unwichtig geworden. 

 

Andererseits kann man diese Situation natürlich auch als eine Chance sehen. Schneller, höher, weiter, besser, mehr - geht gerade nicht. Das tut auch gut und ist eine Gelegenheit, Dinge mal zu durchdenken, runterzuschalten, zu sich zu kommen. Es ist endlich wieder Zeit da. Zeit für die Lieben, die Hobbys. Ich nutze das "ans Haus gefesselt sein" für kleine Hausrenovierungen (die ich schon lange erledigen wollte), Gartenarbeit, Lesen, Sport, nichts tun. Aber ich denke auch viel darüber nach, was ist danach ...

In diesem Sinne, nutzt die Zeit zuhause im positiven Sinne. Man könnte ja mal wieder miteinander reden, einen Streit endlich begraben und und ... Es gibt ganz viele positive Beispiele und noch viel mehr Kreativität :) Bleibt bitte gesund!

 

"Phantasie ist die Gabe, unsichtbare Dinge zu sehen."

Jonathan Swift

 

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© Kerstin Westerbeck

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